NordhausenDeutschland

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Nordhausen (auch Nordhausen am Harz; Mundart Nordhusen) ist die Kreisstadt des nach ihr benannten Landkreises im Norden Thüringens. Die Stadt liegt am Südrand des Harzes und im Nordwesten der Goldenen Aue. Durch das Stadtgebiet fließt die Zorge. Als große kreisangehörige Stadt nimmt Nordhausen in der Landesplanung den Status eines Mittelzentrums mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ein.

Nordhausen ist nach Erfurt, Jena, Gera, Weimar, Gotha und Eisenach die nach Einwohnern siebtgrößte Stadt in Thüringen, nahezu gleichauf mit Eisenach. Die nächstgelegenen Großstädte sind Göttingen (etwa 60 km westlich), Erfurt (etwa 61 km südlich), Halle (Saale) (etwa 81 km östlich), Braunschweig (etwa 87 km nördlich) und Magdeburg (etwa 91 km nordöstlich).

Auf dem Frauenberg entstand um 780 eine karolingische Königspfalz als Mittelpunkt eines Krongutbezirks und wurde 927 als Nordhuse in einer Schenkungsurkunde Heinrichs I. erstmals urkundlich erwähnt. Nordhausen war von 1220 bis 1802 neben Mühlhausen eine von zwei freien Reichsstädten in Thüringen und fiel infolge des Reichsdeputationshauptschlusses an Preußen. Zwischen 1430 und 1432 war die Stadt Mitglied im Bund der Hanse. Von 1937 bis 1945 befand sich bei Nordhausen das Rüstungszentrum Mittelwerk Dora und ab August 1943 das Konzentrationslager Mittelbau, in dem 60.000 Häftlinge unterirdisch die V2-Waffe produzierten. Anfang April 1945 zerstörten zwei Luftangriffe auf Nordhausen der Royal Air Force drei Viertel des Stadtgebiets mit zahlreichen Kulturdenkmälern; ca. 8.800 Menschen kamen ums Leben.

Das Nordhäuser Stadtbild wird durch viele Anhöhen, Grünanlagen (u. a. Petersberg, Stadtpark, Promenade) sowie einer lockeren urbanen Bebauung mit hohem Anteil von Nachkriegsbauten, diversen Baudenkmälern und Kirchbauten geprägt. Das bedeutendste Bauwerk Nordhausens ist der Dom Zum Heiligen Kreuz aus der romanisch-gotischen Zeit. Anlässlich der zweiten Thüringer Landesgartenschau 2004 wurden Teile der Stadt umgestaltet und saniert.

Bekannt ist die Stadt auch für ihre Spirituosenherstellung (zum Beispiel Nordhäuser Doppelkorn). Wegen seiner Kautabakfabrik G. A. Hanewacker (gegründet 1817) galt Nordhausen als Zentrum der Kautabakproduktion in Deutschland.

In der Stadt beginnt mit der Harzquerbahn die Süd-Nord-Achse der Harzer Schmalspurbahnen, die vor Ort mit der Straßenbahn Nordhausen verknüpft ist.

Die höchste Bildungseinrichtung in der Stadt ist die Hochschule Nordhausen.

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