Laborbeschreibungen

Zukunftstag am GFZ | 23. April 2026

Hier findet Ihr die Beschreibungen zu den Laboren/Sektionen, die am Zukunftstag ihre Pforten öffnen.

In der Sektion „Geomikrobiologie“ bieten wir vier interessierten Schüler:innen die Möglichkeit, unsere molekular- und mikrobiologischen Labore zu besuchen. Dort geben wir einen Einblick ins DNA basierte Arbeiten an Umweltproben aus extremen Habitaten (z.B. Permafrostböden), sowie in eine Auswahl von mikrobiellen Methoden in unserer Kultivierung. Somit könnt ihr die Berufe der/des Geomikrobiologe:in und der/des Biologisch-Technischen Assistenten:in genauer kennenlernen.

Die Sektion Geomorphologie interessiert sich für Formen, Prozesse und natürliche Materialien der Erdoberfläche. Wie schnell wird Gestein im Hochgebirge abgetragen? Wieso werden Kiesel im Fluss rund und wo werden sie abgelagert? Welche Geschichte können wir aus Landschaftsformen herauslesen? Wir werden herausfinden, wie Geomorpholog:innen Landschaften lesen, ob aus Steinen, die den Berg herunterrollen oder Steinen, die seit Jahrhunderttausenden an der gleichen Stelle liegen. Anschließend gehen wir auf kleine "Feldarbeit" und beproben die Landschaft des Telegrafenberges. 

In der Sektion organische Geochemie haben zwei Schüler:innen die Möglichkeit eine "Naturstoffanalyse" in einem geochemischen Labor durchzuführen: ihr werdet eine Extraktion von Blättern mit anschließender Säulentrennung der Blätter-Pigmente (z.B. von Chlorophyll) durchführen und ein kurzen Einblick in die Arbeit mit einem Massenspektrometer erhalten. Somit könnt Ihr die Arbeit von Geowissenschaftler:innen, Biolog:innen und chemisch-technischen Aisstent:innen genauer kennenlernen.

In der Sektion Seismologie befassen wir uns mit der Registrierung von Erdbeben weltweit. Zwei interessierte Schüler:innen erhalten die Möglichkeit, sich darüber zu informieren, wie Erdbeben aufgezeichnet werden und wie innerhalb von Minuten der Ort und die Stärke eines Erdbebens bestimmt werden können.

In der Sektion "Anorganische und Isotopengeochemie" messen wir die chemische und isotopische Zusammensetzung von Gesteinen und Mineralien, um zu verstehen, wie, wo und wann sie entstanden sind. Bist du neugierig, mehr über die Instrumente zu erfahren, mit denen wir Gesteine "lesen" und die Erdgeschichte rekonstruieren können? Im SIMS lab lernst du eine Methode zur Messung der Isotopenzusammensetzung von Mineralen kennen.

In der Sektion Geoenergie bieten wir den Schüler:innen die Möglichkeit verschiedene Untersuchungsmethoden zu Eigenschaften von Gesteinen kennenzulernen. Ihr werdet im Labor in einem Experiment prüfen, wie viel Wasser in eine Sandsteinprobe passt und euch an einer zweiten Station darüber informieren, wie die Deformation von Gesteinen mithilfe einer Glasfaser gemessen werden kann. An beiden Stationen könnt ihr selbst ausprobieren, experimentieren und natürlich eure Fragen zu den Berufsperspektiven im Bereich Geoenergie stellen!

Einmal fühlen wie eine Klimaforscherin oder ein Klimaforscher! Diese spannende Möglichkeit bieten wir Mädchen und Jungen im Dendroklima-Labor der Sektion Geomorphologie. Gemeinsam gehen wir der Frage nach: Was verraten Bäume über das Klima? Die Schüler:innen lernen die wichtigsten praktischen Schritte kennen – von der Probenentnahme im Wald über die Vorbereitung der Jahrringe bis hin zur Analyse im Labor. Dabei erfahren sie, wie Bäume als natürliche Klimaarchive funktionieren und wie Forschende aus ihren Jahresringen vergangene Klimabedingungen rekonstruieren. Mitmachen, ausprobieren, staunen – und echte Klimaforschung hautnah erleben!

Im Department 1 – Geodäsie zeigen wir dir, wie moderne Vermessung heute funktioniert.
In der Sektion 1.1 besuchen wir unseren GNSS-Raum im A17 und werfen sogar einen Blick aufs Dach mit seinen Messgeräten. GNSS (=Global Navigation Satellite System) begleitet dich täglich – im Smartphone oder im Navigationssystem des Autos. Doch wie funktioniert das eigentlich? Wir zeigen echte GNSS-Hardware, unsere Messstationen und erklären, wie ein weltweites Stationsnetz Bewegungen der Kontinente sichtbar macht, Erdbeben misst oder sogar Wetterveränderungen erfasst.
Danach geht es weiter zur Sektion 1.4, hier wird es dreidimensional: Mit terrestrischem und UAV-Laserscanning erfassen wir unsere Umwelt millimetergenau. Millionen von Lichtpulsen pro Sekunde erzeugen sogenannte Punktwolken, mit denen sich Häuser, Bäume oder ganze Landschaften virtuell vermessen lassen. Du erfährst, wie stativgestützte Geräte und Drohnensysteme funktionieren – und darfst das terrestrische Laserscanning sogar selbst ausprobieren. Zum Abschluss entsteht ein 3D-Selfie von euch. So lernst du, wie Geodät:innen unsere Welt präzise erfassen und sichtbar machen.

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