Geospex | Geo Spectral Exploration

Geospex (Geo-Spectral Exploration) ist eine internationale Nachwuchsforschungsgruppe in der Sektion 1.4, die sich der Rohstoffexploration mithilfe spektraler Fernerkundungstechnologien widmet. Diese im Juni 2026 gestartete, auf fünf Jahre angelegte Initiative konzentriert sich darauf, die Rohstoffexploration durch modernste bildgebende Spektroskopie auf mehreren Skalen, Plattformen und Wellenlängen voranzutreiben. Das Projekt integriert hyperspektrale Daten im regionalen Maßstab vom EnMAP Satelliten, aus der hyperspektralen Bildgebung per Drohne und vom Boden aus sowie aus der Laborspektroskopie unter Verwendung sowohl bildgebender als auch nicht-bildgebender Systeme in den Spektralbereichen VNIR, SWIR und LWIR. Diese Datensätze werden mit detaillierten geochemischen Analysen und Ansätzen des maschinellen Lernens kombiniert, um die mineralogischen und geochemischen Eigenschaften von Mineralsystemen an der Oberfläche und im Untergrund quantitativ zu charakterisieren.

Die Forschungsarbeiten werden an fünf Untersuchungsstandorten in Australien, Chile, Kanada, Namibia und Brasilien durchgeführt und konzentrieren sich auf wichtige Lagerstättentypen wie Pegmatite, Karbonatite, alkalische magmatische Systeme, Porphyr-Kupfer-Systeme und Nickel-Laterite. Diese Systeme beherbergen eine Reihe kritischer Mineralien, darunter Li–Cs–Ta–Rb, Seltenerdelemente (REE), Zr–Nb, Ni sowie Cu–Mo–Au.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit fünf jungen Explorationsunternehmen sowie der Universidad de Chile (Chile), der Universität Campinas (Brasilien), dem Geologischen Dienst von Namibia, der TU Berlin und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) durchgeführt.

Das Projekt umfasst Datenerhebungskampagnen mit Drohnen sowie die systematische Entnahme von Handproben an den Explorationsstandorten für detaillierte Laboranalysen unter Verwendung von Methoden wie ICP-MS, XRF, XRD, SEM und EPMA sowie weiterer Analyseinstrumente, die in Sektion 3.1. des GFZ zur Verfügung stehen.

Geospex wird vier Doktoranden und zwei Masterstudierende einstellen, die an dieser Forschungsinitiative mitwirken sollen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Ausschreibung EGARoh_Junior gefördert.

  • Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)

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