Die interdisziplinäre Graduiertenschule TRANSFER erforscht mit zehn sich gegenseitig ergänzenden Promotionsprojekten Fragestellungen zur sicheren Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Tonsteinen. Im Fokus steht, wie räumliche und zeitliche Heterogenitäten im Gestein die Rückhaltung von Radionukliden beeinflussen.
Dabei dient Opalinuston als Referenz, um Schweizer Erkenntnisse auf süd- und norddeutsche Tonformationen zu übertragen. Ein zentrales Ziel ist es, auf Basis von Laborversuchen und Experimenten in Untertagestandorten neue Simulationsverfahren zur präzisen Abbildung dieser Heterogenitäten zu entwickeln.
Aus dieser prozessorientierten Forschung resultiert ein strukturierter Arbeitsablauf sowie ein robustes Auswahlprotokoll, das die zukünftige Standortauswahl auf nationaler und internationaler Ebene wissenschaftlich fundiert unterstützt.
Verbundpartner:
- Freie Universität Berlin (FUB)
- Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR)
- Forschungszentrum Jülich (FZJ)
- Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
- RWTH Aachen
- TU Bergakademie Freiberg (TUBAF)
- Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ)
- Universität Greifswald (UG)
- Friedrich-Schiller Universität Jena (FSJ)
Projektlaufzeit: 01.04.2026 – 31.03.2029
GFZ-Verantwortung: Das GFZ übernimmt die zentrale Koordination und das Management des gesamten Verbundes. Das am GFZ angesiedelte Promotionsprojekt untersucht den mineralogischen, geochemischen und strukturellen Einfluss auf die Heterogenität des Opalinustons.
Förderung: Das Projekt wird gemeinsam durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, Förderkennzeichen 02NUK113A-F) sowie der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE, Förderkennzeichen STAFuE-25-05) gefördert.