Eingefroren am Nordpol: Expedition zum Epizentrum des Klimawandels
VORTRAG (ID: 1)
Ort: Haus A45, Hörsaal
Es taut! Der arktische Permafrost im Klimawandel
VORTRAG (ID: 2)
Was passiert, wenn der dauerhaft gefrorene Boden der Arktis auftaut? Permafrost speichert seit Jahrtausenden große Mengen an Kohlenstoff, aber auch Nähr- und Schadstoffe sowie Mikroorganismen. Durch die globale Erwärmung taut er zunehmend auf und verändert Landschaften und Ökosysteme. Gleichzeitig können zusätzliche Treibhausgase wie Kohlendioxid und Methan freigesetzt werden und den Klimawandel weiter verstärken. Der Vortrag gibt Einblicke in die aktuelle Permafrostforschung und zeigt, warum Veränderungen in der Arktis Auswirkungen auf das globale Klimasystem haben.
Vortragende: Dr. Jens Strauss
Ort: Haus A45, Hörsaal
Zeitraum: 13:00 - 13:30 Uhr
Wem gehört die Arktis?
VORTRAG (ID: 3)
Die Arktis ist mehr als eine abgelegene Region mit Eis und Eisbären, sie ist auch Heimat von 4 Millionen Menschen, die in den acht Arktisstaaten leben. Die Arktis ist auch kein Niemandsland – es ist eindeutig geregelt, wem die Landgebiete gehören und wie der Arktische Ozean genutzt werden darf. Die Klimaerwärmung wirkt sich auf die Arktis besonders dramatisch aus. Durch das Abschmelzen des Meereises wird die Region besser zugänglich, was das Interesse an Rohstoffen und Schifffahrtrouten befeuert. Gleichzeitig hat der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und Donald Trump's Interesse an Grönland die Situation in der Arktis nachhaltig verändert. Mehr dazu in diesem Vortrag, bringt eure Fragen mit!
Vortragende: Volker Rachold
Ort: Haus A45, Hörsaal
Zeitraum: 16:00 - 16:30 Uhr
Liveschaltung in die Arktis - Aktuelles vom Festland und dem Eisbrecher POLARSTERN
VORTRAG (ID: 5)
Ort: Haus A45, Hörsaal
Zeitraum: TBA
Turbulenz zum Anfassen
EXPERIMENT (ID: 6)
Turbulente Wirbel sind unsichtbar und sorgen in der Luft für Transport aller Art. Sie sind wenige Milimeter bis Kilometer groß und bestimmen zeitlich und räumlich den turbulenten Austausch von Energie, Impuls und Konstituenten. Die energetisch wichtigen Flüsse sind der fühlbare und der latente Wärmestrom, welche Teil der Energiebilanz der Erdoberfläche sind. Damit haben sie einen direkten Einfluss auf die Struktur der Atmosphäre in Bodennähe. In diesem Experiment machen wir kleine reale Wirbel mithilfe von Nebel und Lasern für jedermann sichtbar.
Ort: Haus A45, Hörsaal
Zeitraum: stündlich, 12:00 - 16:00 Uhr
Komm mit nach Spitzbergen! So forschen wir an der AWIPEV-Forschungsstation
MITMACHSTATION (ID: 7)
Wo befindet sich unsere Forschungsstation in der Arktis? Was wird dort erforscht – und warum sind die Ergebnisse auch für uns in Deutschland von Bedeutung? Lernen Sie die AWIPEV-Forschungsstation auf Spitzbergen kennen und erfahren Sie, wie der Forschungsalltag und das Leben unter arktischen Bedingungen aussehen. Ein besonderes Highlight: Probieren Sie echte Polarkleidung an und schlüpfen Sie selbst für einen Moment in die Rolle einer Polarforscherin oder eines Polarforschers.
Ort: vor Haus A45
Polarforschung in den Tropen? 10 Jahre Palau Observatorium
INFOSTAND (ID: 8)
Warum betreibt das Alfred-Wegener-Institut ein Atmosphärenobservatorium auf einer kleinen Insel im tropischen Westpazifik? Denn was über Palau hoch in die Atmosphäre steigt, kann Klimaprozesse auf der ganzen Welt beeinflussen - bis in die Arktis und Antarktis. Seit zehn Jahren messen Forschende am Palau Atmosphären-Observatorium unter anderem Ozon, Wasserdampf, Wolken, Aerosole und weitere Spurengase. Mit Ballons, Laserradar und Spektrometern untersuchen sie, wie Luft aus den Tropen in die Stratosphäre gelangt - in jene Atmosphärenschicht, in der sich auch die Ozonschicht befindet. Die Daten helfen dabei, Veränderungen von Klima, Wetter und Atmosphäre besser zu verstehen. Erfahrt bei uns, warum ein tropischer Inselstaat für die Polarforschung so wichtig ist, welche Messinstrumente dort im Einsatz sind und was die Forschung vor Ort mit dem Klima in Europa und den Polarregionen zu tun hat.
Ort: Haus A45
Wo die Atmosphäre das Meereis berührt: Ein Jahr auf Expedition in der Antarktis
INFOSTAND, MITMACHSTATION (ID: 9)
Die Polargebiete sind Hot Spots der Klimaänderungen, mit rapide abnehmender Meereisbedeckung. Doch was bringt das Eis zum Schmelzen? Welche Rolle spielen die solare und terrestrische Strahlung, die turbulenten Austauschprozesse über dem Meereis und der Ozean darunter? Und welche Rolle spielt das Meereis selbst dabei? Diese Fragen sind schwierig zu beantworten - zum Teil auch deshalb weil es so gut wie keine Messdaten aus den betroffenen Regionen gibt. Eine großangelegte Expedition in die Antarktis 2027/28/29 soll diese Fragen beantworten. Hier geben wir hautnahe Einblicke in die Expedition und die dort geplanten Messungen.
Ort: vor Haus A45
Kann man Wasser stapeln?
MITMACHSTATION (ID: 10)
Vielleicht denkt man: Das kann doch gar nicht gehen… flüssiges Wasser lässt sich nicht stapeln. Aber in der Forschung erlebt man immer wieder große Überraschungen. Das Experiment hilft, eine Antwort auf diese und andere Fragen zu finden. Die Kleinsten können sich hier auch künstlerisch ausleben.
Ort: vor Haus A45
Schau zu, was passiert, wenn Permafrost taut! So messen und forschen wir auf Spitzbergen.
INFOSTAND, MITMACHSTATION (ID: 11)
Permafrost, also Boden, der über mehr als zwei Jahre gefroren ist, kann große Mengen Eis enthalten. Dieses ist unter anderem wichtig für die Stabilität des Bodens. Deswegen führt langfristiges Tauen von Permafrost zur Absenkung des Bodens und kann schwerwiegende Folgen für darauf gebaute Infrastruktur wie Häuser oder Pipelines haben. Wir untersuchen die Auswirkungen des Permafrost-Tauens an unserer Langzeitmessstation auf Spitzbergen. Wir zeigen, wie wir vor Ort die Veränderungen messen, und anhand eines Experiments, wie diese Veränderungen tatsächlich aussehen. Du kannst dem Boden beim Tauen zuschauen, die Temperaturveränderung beobachten und Echtzeitmessungen von Spitzbergen verfolgen. Ein echtes Stück Permafrost gibt es natürlich auch zum Anfassen, Riechen und Fühlen …
Ort: vor Haus A45
Kinderbuchlesung „Gutenachtgeschichte für Mutige“
LESUNG (ID: 12)
Der Himmel war blau. Vögel sangen in riesigen Bäumen. Blumen leuchteten in allen Farben. Während Alice Mamas Geschichte lauscht, entsteht die Vorstellung eine Welt voller Leben und voller Staunen! Das Projekt basiert auf einem Kurzfilm, den der Forschungsverbund REKLIM am AWI gemeinsam mit der jungen Filmemacherin Ipekt Sertöz entwickelt hat. Und weil der Film ein Buch brauchte, hat es die Grafikerin Aycan Başar bebildert. Es war zunächst nie mehr als eine Requisite. Danach passierte etwas Tolles: Menschen hatten die Idee, es real werden zu lassen. Das Buch und der Film werden vorgestellt, die Autorin ist vor Ort und es wird die Möglichkeit geben, selbst als Künstler:in tätig zu werden.
Ort: Haus A45
Baumgrenze im Wandel: Was verraten uns die Wälder der hohen Breiten?
INFOSTAND, MITMACHSTATION (ID: 13)
Wo endet der Wald, wo beginnt die Tundra? An der Baumgrenze reagieren Vegetation und ihre Vielfalt besonders sensibel auf Umweltveränderungen. Erfahrt, wie Forschende nördliche Wälder und die Arktis mit Drohnen und Rucksack-LiDAR untersuchen. Entdeckt Expeditionsbilder, Drohnenaufnahmen und 3-D-Visualisierungen aus Drohnendaten. Mit einer 3-D-Brille könnt ihr selbst einen Vegetationsplot erkunden.
Ort: Haus A45
Bäume in 3-D: Punktwolken zum Selberbasteln
MITMACHSTATION (ID: 14)
Wie verwandeln Forschende Bäume in dreidimensionale Daten? An unserer Kinderstation könnt ihr es selbst ausprobieren: Mit PlayMais® gestaltet ihr bunte Punktwolken von Bäumen. So entdeckt ihr spielerisch, wie Drohnen und LiDAR-Messgeräte die Höhe, Form und Struktur von Wäldern erfassen. Eure eigenen 3-D-Bäume zeigen, warum solche Daten Forschenden helfen, Veränderungen an der Baumgrenze und in den Wäldern der hohen Breiten zu untersuchen.
Ort: Haus A45
DNA aus Früchten: Spuren vergangener Ökosysteme entschlüsseln
MITMACHSTATION (ID: 15)
Wie lässt sich mit einfachen Alltagsgegenständen DNA aus einer Frucht sichtbar machen? An unserem Mitmachstand zeigen Wissenschaftler:innen, wie die DNA-Extraktion funktioniert und weshalb diese Methode auch für die Erforschung vergangener Ökosysteme so wichtig ist. Denn auch in Sedimenten aus Seen, dem Meer und Permafrost können sich winzige DNA-Spuren von Pflanzen, Tieren und anderen Organismen über lange Zeit erhalten. Forschende können dadurch nachvollziehen, wie Ökosysteme auf Veränderungen ihrer Umwelt reagiert haben und welche Dynamiken sich daraus für die Zukunft ableiten lassen. Probiert die DNA-Extraktion selbst aus und erfahrt, wie Forschende mithilfe von Sediment-DNA vergangene Ökosysteme entschlüsseln.
Ort: Haus A45