Das GFZ begrüßt Dr. Michal Ben-Israel und Dr. Camilo Ignacio Pinilla Ramos, die im Rahmen des Helmholtz Global Fellow Programms für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt aus den USA ans GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung gewechselt sind.
Dr. Michal Ben-Israel kommt von der University of California, Davis (USA) und hat einen interdisziplinären Hintergrund in Geomorphologie, Geochemie und mikrobieller Ökologie. Seit Dezember 2025 forscht sie als Global Fellow bei Prof. Dr. Jean Braun in der Sektion 4.7 „Erdoberflächenprozessmodellierung“ als Mitglied der Arbeitsgruppe „Erdoberflächensignale“ mit Dr. Luca Malatesta und wird darüber hinaus eng mit Prof. Dr. Susanne Liebner, Leiterin der Arbeitsgruppe „Mikrobielle Kohlenstoffdynamik im Klimasystem“ in Sektion 3.3 „Geomikrobiologie“ kooperieren.
Der Fokus ihres Fellowships liegt darauf, die Wechselwirkungen zwischen mikrobiellen Gemeinschaften und Oberflächenprozessen zu untersuchen. Sie möchte verstehen, wie Mikroorganismen sich in neu entstandenen Landschaften ansiedeln und anpassen, wie mikrobielle Gemeinschaften die Verwitterung und Bodenentwicklung beeinflussen, und wie diese biologisch-geomorphologischen Rückkopplungen die Landschaften im Laufe der Zeit prägen.
Dr. Camilo Ignacio Pinilla Ramos, Seismologe und Bauingenieur, forschte zuvor an der University of Southern California, Los Angeles (USA). Sein Stipendium bringt ihn in die Sektion 2.6 „Erdbebengefährdung und dynamische Risiken” von Prof. Fabrice Cotton. Ziel seiner Forschungsarbeiten dort ist es, die Bruchdynamik in die regionale Gefahrenmodellierung zu integrieren und zur Entwicklung physikalisch basierter Gefahrenbewertungen der nächsten Generation beizutragen. Bis zum Ende des Forschungsaufenthalts sollen robuste, validierte Bruchgeneratormodelle vorliegen, die die Vorhersage seismischer Gefahren verbessern. Die Zusammenarbeit mit den Sektionen 4.5 „Untergrund-Prozessmodellierung” und 2.3 „Geomagnetismus” wird dazu beitragen.
Zum Helmholtz Global Fellow Programm
Das Helmholtz Global Fellow Programm richtet sich an exzellente internationale Wissenschaftler:innen und technische Expert:innen, die derzeit an renommierten ausländischen Forschungseinrichtungen außerhalb Europas tätig sind und für zunächst maximal zwei Jahre einen Forschungsaufenthalt an einem Helmholtz-Zentrum in Deutschland absolvieren möchten.
Die Stipendien werden im Rahmen der Zielsetzung „internationalization@home“ des Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft finanziert, dazu kommen anteilige Beiträge der aufnehmenden Zentren.
Angesprochen werden herausragende Wissenschaftler:innen in mittleren Karrierephasen (abgeschlossene Promotion, noch keine verstetigte Professur oder äquivalente Position) und Techniker:innen mit exzellenter fachlicher Expertise und eigenen hervorragenden Beiträgen zu technischen Entwicklungen. Bewerber:innen dürfen keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, ihre schulische Ausbildung nicht in Deutschland absolviert haben und derzeit nicht in Europa tätig sein.
Das Stipendium eröffnet den Fellows eine Möglichkeit der persönlichen wissenschaftlich-technischen Weiterentwicklung am Forschungsstandort Deutschland. Die Helmholtz-Zentren profitieren von der Expertise der Fellows. Mittel- bis langfristig trägt die Förderung zur Etablierung und Festigung der internationalen Wissenschaftsbeziehungen insbesondere im transatlantischen Raum bei.