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Neue Graduiertenschule TRANSFER zu geologischer Endlagerforschung in Tongestein

10 Doktorand:innen aus 5 Helmholtz-Zentren und 5 Universitäten werden die Eignung von Ton als Wirtsgestein für nuklearen Abfall für 3 Jahre erforschen. Die Koordination liegt bei Dr. Theresa Hennig.

Die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Die Graduiertenschule „TRANSFER – Training and Research Academy for Nuclear Safety and Future Expertise on Geological Repository Systems“ widmet sich dieser Aufgabe und bietet zehn Promotionsstudent:innen die Möglichkeit, in sich gegenseitig ergänzenden Projekten Fragestellungen zur Endlagerung in Tonsteinen zu erforschen. Sie vereint verschiedene Fachrichtungen und qualifiziert den wissenschaftlichen Nachwuchs für Tätigkeiten in Wissenschaft, Industrie, Behörden und Politik im Bereich der radioaktiven Endlagerung und darüber hinaus. Die Koordination liegt bei Dr. Theresa Hennig, die in der GFZ-Sektion 3.4 „Reaktive Fluide und Geomaterialien“ die Arbeitsgruppe „Geochemie der nuklearen Endlagerung“ leitet.

Im Mittelpunkt der Forschung steht die Bewertung von Tonsteinformationen hinsichtlich ihrer Eignung als Wirtsgestein für Endlager. Besonderes Augenmerk gilt der Analyse von räumlichen und zeitlichen Heterogenitäten und deren Einfluss auf die Rückhaltung von Radionukliden. Zunächst dient der Opalinuston als Referenzmaterial, um Ergebnisse aus früheren Studien – insbesondere aus der Schweiz – auf süddeutsche Vorkommen zu übertragen und in einen erweiterten geologischen Kontext einzuordnen. Anschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse auf weitere Tonformationen im Norddeutschen Becken angewendet.

Das Projekt ist am 1. April 2026 gestartet und läuft für 3 Jahre. Es handelt sich um ein Verbundvorhaben von 5 Helmholtz-Zentren mit 5 Universitäten, das in Form einer Graduiertenschule aufgebaut ist. TRANSFER wird je zur Hälfte vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mit insgesamt 4 Mio. Euro gefördert. Die Koordination liegt beim GFZ (Dr. Theresa Hennig).

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