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GFZ hat 8. Tashkent Water Security Forum in Usbekistan ausgerichtet

Unter dem Motto „Vom Wissen zur Handlung: Stärkung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik für eine verbesserte Wassersicherheit in Zentralasien“ diskutierten 100 Teilnehmende aus 19 Nationen

Forschende des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung haben Ende März in Usbekistan das inzwischen 8. Tashkent Water Security Forum ausgerichtet. Rund 100 Teilnehmende aus 19 Nationen informierten sich und diskutierten zum Thema „Vom Wissen zur Handlung: Stärkung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik für eine verbesserte Wassersicherheit in Zentralasien“. Das Expertenforum wurde im Rahmen des vom Auswärtigen Amts geförderten Verbundvorhabens „Green Central Asia“ in Kooperation mit TIIAME, der nationalen Forschungsuniversität Usbekistans, und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeite (GIZ) in Taschkent durchgeführt. Die Verantwortlichen vonseiten des GFZ waren Dr. Abror Gafurov, in der GFZ-Sektion 4.4 Hydrologie Projektleiter des Green Central Asia Programms, und Dr. Oliver Bens, Leiter Operatives Management am GFZ und Ko-Direktor des Zentralasiatischen Instituts für angewandte Geowissenschaften ZAIAG in Kirgistan.

Hintergrund Wassersicherheit in Zentralasien

Dürren, Hitzestress und Extremwetterereignisse verändern den Wasserkreislauf weltweit erheblich und haben weitreichende Folgen für Menschen, Wirtschaft und Natur. Ein Hot-Spot dieser Entwicklung ist Zentralasien. Dort ist Wassersicherheit ein größeres Thema als in Deutschland, denn der Wasserhaushalt ist durch die Folgen des Klimawandels und die intensive Nutzung von Wasser für die Versorgung der Bevölkerung, für die großräumig auf Bewässerung angewiesene Landwirtschaft sowie für Zwecke von Industrie und Stromerzeugung angespannt. So sind länderübergreifende Flussgebiete wie der Amu Darya und der Syr Darya von entscheidender Bedeutung für die regionale Wirtschaft und die Ökosysteme. Ihre nachhaltige Bewirtschaftung erfordert jedoch koordinierte, wissensbasierte Entscheidungen über Grenzen hinweg.

Ziel des Tashkent Water Security Forums ist es, Akteure aus Wissenschaft, Politik und Praxis zusammenzubringen, um Erkenntnisse aus der Forschung auszutauschen, Perspektiven zu diskutieren und evidenzbasierte Entscheidungen im Bereich regionales Wassermanagement und Klimaanpassung für die drängenden Wasserherausforderungen in Zentralasien zu unterstützen. 

Das Thema des Forums 2026 „Vom Wissen zur Handlung: Stärkung des Dialogs zwischen Wissenschaft und Politik für eine verbesserte Wassersicherheit in Zentralasien“ unterstreicht die dringende Notwendigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in umsetzbare Politik und gemeinsame regionale Initiativen zu übersetzen.

Das Programm kann hier heruntergeladen werden.

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