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Neue Ausgabe des GFZ-Journals "System Erde": Frühwarnung

Risiken, die wir in diesem Heft in den Blick nehmen, sind Erdbeben, Sturzfluten und Hochwasser. Auch das Wetter im Weltraum kann unsere Hightech-Gesellschaft bedrohen. 

„Erdbeben zählen zu den tödlichsten Naturgefahren. Sie können Häuser in wenigen Sekunden zu Ruinen verwandeln, Jahrzehnte des Fortschritts zunichtemachen und Tausende Menschenleben auslöschen.“ Das sagte UN-Generalsekretär António Guterres anlässlich des Welttags der Erdbebenopfer, der am 29. April 2026 erstmals begangen wurde und künftig jedes Jahr an die Opfer erinnern soll. Guterres fügte hinzu: „Erdbeben sind unvermeidlich, aber die dadurch verursachte Zerstörung muss es nicht sein.“

Für uns am GFZ hat dieser neue internationale Gedenktag in mehrfacher Hinsicht eine besondere Bedeutung. Zum einen erforschen zahlreiche unserer Kolleg:innen Erdbeben und daraus resultierende weitere Schadereignisse wie Tsunamis. Wir kümmern uns auch um erdbebensicheres Bauen und Frühwarnung. Zum anderen sind es genau diese Forschenden, die im Katastrophenfall vor die Medien treten und die geologischen Hintergründe erklären. Das ist angesichts hoher Opferzahlen immer wieder eine große persönliche Herausforderung. 

Wie wichtig bei uns Erdbeben, Vulkanismus und Tsunamis sind, sehen Sie in der Anzahl der Beiträge dazu in dieser Ausgabe des Journals „System Erde“ zum Thema Frühwarnung. 

Weitere Risiken, die wir in diesem Heft in den Blick nehmen, sind Sturzfluten und Hochwasser. Hier kommt der Klimawandel mit ins Spiel, der eine Reihe von Risiken verstärkt – sei es durch schmelzende Gletscher und tauenden Permafrost in Hochgebirgen oder durch extreme Wetterereignisse. Auch das Wetter im Weltraum, in Form von Strahlung und geladenen Teilchen von der Sonne, kann unsere Hightech-Gesellschaft bedrohen.  

Für nahezu alle dieser Risiken gilt dasselbe wie für Erdbeben: Die Naturereignisse an sich sind unvermeidlich, aber zur Katastrophe werden sie oft erst durch mangelnde oder zu späte Vorbereitung und fehlende Alternativen für Wohnen und Arbeiten. Das wiederum lässt sich ins Positive wenden: Wir tragen mit unserer Arbeit zur „Awareness“ bei, wir entwickeln und verbessern Warnsysteme oder liefern entscheidende Daten und Komponenten dafür. Geoforschung rettet Leben und mindert Schäden. 

Diese und alle bisher erschienenen Ausgaben von System Erde sind dauerhaft online verfügbar: systemerde.gfz.de

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