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Zwei renommierte Seismologen als Alexander-von-Humboldt-Preisträger am GFZ

Prof. Beroza und Prof. Ben-Zion, weltweit führende Wissenschaftler in der Erdbebenforschung, untersuchen am GFZ unter anderem Prozesse und physikalische Mechanismen, die Erdbeben vorausgehen.

Diesen Sommer können wir am GFZ gleich zwei international renommierte Seismologen für einen weiteren Forschungsaufenthalt begrüßen: Professor Yehuda Ben-Zion von der University of Southern California und Professor Gregory C. Beroza von der Stanford University. Beide sind Preisträger des Alexander-von-Humboldt-Forschungspreises, einer der renommiertesten Auszeichnungen in Deutschland für international führende Forscher:innen. Sie sind in den kommenden Monaten in der Sektion 4.2 Geomechanik und Wissenschaftliches Bohren bei Prof. Marco Bohnhoff zu Gast.

Die Forschungsaufenthalte unterstreichen die Rolle des GFZ in der Spitzenforschung zur Erdbebenkunde und für geophysikalische Datenanalysen. Gleichzeitig stärkt der Besuch langjährige internationale Forschungskooperationen. Professor Y. Ben-Zion ist weithin anerkannt für seine bahnbrechende Arbeit zur Struktur und Dynamik von Verwerfungen, die unser Verständnis der Erdbebenentstehung und des mechanischen Verhaltens aktiver Verwerfungen grundlegend erweitert hat. Professor Beroza hat maßgeblich zur Anwendung moderner rechnerischer und datenwissenschaftlicher Methoden in der Seismologie beigetragen, einschließlich wegweisender Beiträge zur Erdbebenortung, seismischen Bildgebung und maschinell-gestützten Analyse geophysikalischer Daten.

GFZ-Forschende widmen sich gemeinsam mit Professor Yehuda Ben-Zion und Professor Gregory Beroza einiger der größten Herausforderungen und Fragestellungen der modernen Erdbebenforschung. Ein zentraler Fokus liegt auf der Untersuchung von Prozessen und den physikalischen Mechanismen, die großen seismischen Ereignissen vorausgehen, mit dem Ziel, unser Verständnis der Erdbebenentstehung und der seismischen Gefährdung zu verbessern. Gleichzeitig fördern solche wissenschaftlichen Kooperationen den Nutzung künstlicher Intelligenz und maschinellen Lernens in einer Vielzahl geowissenschaftlicher Anwendungen, von der Erstellung und Analyse der nächsten Generation seismologischer Kataloge bis hin zur Entwicklung von Fundamentmodellen, die Wissen aus immer größeren und komplexeren Erdoberflächen-Datensätzen extrahieren können. Durch die Kombination grundlegender Erkenntnisse über die Erdbebenphysik mit modernsten rechnerischen Ansätzen tragen das GFZ und seine Partner dazu bei, die Zukunft der Georisikoforschung und der Erdsystemforschung zu gestalten.

 

Weitere Informationen zum Forschungsaufenthalt:

Prof. Gregory C. Beroza ist vom 08.06. bis 05.07.2026 am GFZ.

Prof. Yehuda Ben-Zion ist vom 22.06. bis 31.08.2026 am GFZ.

Geplante Vorträge im Haus H:

Gregory C. Beroza: 02.07.2026, 13:00 Uhr

Yehuda Ben-Zion: 17.07.2026, 11:00 Uhr

 

 

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